Perplexity-Training mit Ihren Daten deaktivieren

Standardmäßig verwendet Perplexity Ihre Suchdaten, um seine KI-Modelle zu verbessern. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie das abschalten, und ordnet ein, was das Opt-out leistet und was nicht.

Worum es geht

Bei den Tarifen Free, Perplexity Pro und Perplexity Max ist die Einstellung AI data retention standardmäßig aktiviert: Ihre Suchdaten dürfen dann für das Training der Perplexity-Modelle verwendet werden. Besonders wichtig einzuordnen ist die zeitliche Wirkung: Ein Opt-out gilt laut Perplexity nur für Daten, die danach anfallen. Bereits erfasste Trainingsdaten lassen sich nach Angaben des Anbieters nicht mehr löschen oder entfernen. Wer sensible oder personenbezogene Daten eingibt, sollte deshalb früh entscheiden statt es beim Standard zu belassen.

Schritt 1: „AI data retention“ abschalten

  1. Melden Sie sich bei perplexity.ai an. Ohne Anmeldung gibt es keine Einstellung, die Sie ändern könnten.
  2. Klicken Sie unten links auf Ihr Profilsymbol und öffnen Sie die Kontoeinstellungen (Account settings).
  3. Wechseln Sie auf die Seite Preferences und suchen Sie den Abschnitt AI preferences.
  4. Schalten Sie den Regler AI data retentionaus. Steht er auf „an“, werden Ihre Daten für das KI-Training erfasst.

Die Einstellung gilt jeweils nur für Ihr eigenes Konto, nicht für andere Personen in Ihrer Organisation.

Schritt 2: Inkognito-Modus für besonders sensible Recherchen

Zusätzlich können Sie einzelne Recherchen im Inkognito-Modus führen: Profilsymbol unten links, dann Incognito auswählen. Suchen in diesem Modus werden nach Angaben von Perplexity gar nicht erst gespeichert. Wenn Sie nicht angemeldet sind, sind Ihre Threads ohnehin anonym.

Enterprise-Konten

Bei Enterprise Pro und Enterprise Max werden Ihre Daten nach Angaben von Perplexity nie für das Training von Modellen verwendet, ein manuelles Opt-out entfällt dort also. Hochgeladene Dateien werden nur 7 Tage vorgehalten, und Perplexity gibt an, mit den eingesetzten Modellanbietern (unter anderem OpenAI und Anthropic) Vereinbarungen über Zero Data Retention und Zero Data Training zu haben. Wichtig: Wenn Sie später auf einen Consumer-Tarif zurückwechseln, gilt wieder der Standard, und Sie müssen erneut manuell widersprechen.

Warum das für EU-Nutzer relevant ist (DSGVO)

Eingaben in Perplexity enthalten schnell personenbezogene Daten: Namen, Kontaktdaten, Kunden- und Vertragsdetails. Sobald solche Daten in das Training eines KI-Modells einfließen, lassen sie sich praktisch nicht mehr gezielt zurückholen. Perplexity sagt genau das auch selbst: bereits erfasste Trainingsdaten können nicht mehr entfernt werden. Das steht in Spannung zu zentralen DSGVO-Grundsätzen wie der Datenminimierung (Art. 5 DSGVO) und dem Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO). Und wer im beruflichen Kontext Daten Dritter eingibt, etwa von Kunden oder Mitarbeitern, bleibt dafür datenschutzrechtlich verantwortlich. Das Trainings-Opt-out ist deshalb ein sinnvoller erster Schritt.

Was das Opt-out nicht leistet

Wichtig einzuordnen: Das Opt-out verhindert nur die Nutzung für das KI-Training. Ihre Eingaben werden weiterhin an Perplexity übertragen und dort verarbeitet, unter anderem für den Betrieb des Dienstes, zur Erfüllung rechtlicher Pflichten und zur Produktverbesserung. Funktionen gehen Ihnen durch das Opt-out nicht verloren. Personenbezogene Daten, die Sie eingeben, verlassen also trotzdem Ihren Verantwortungsbereich.

Genau davor setzt AEGIS an: Die Browser-Erweiterung erkennt personenbezogene Daten und pseudonymisiert sie, bevor sie Perplexity, ChatGPT, Claude oder Gemini erreichen. Trainings-Opt-out und Pseudonymisierung ergänzen sich also. Wie das aussieht, zeigt dieinteraktive AEGIS-Demo.

Stand: August 2026. Die Bezeichnungen in der Perplexity-Oberfläche können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Angaben im Perplexity Help Center.

Weitere Opt-out-Anleitungen

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